Die richtige IT-Hardware im Homeoffice - Was brauche ich?

Homeoffice ‒ Was für uns umstandsbedingt inzwischen zum Alltag gehört, wäre vor Kurzem noch für viele Unternehmen undenkbar gewesen. Vor allem die Frage nach der Produktivität und Motivation der Mitarbeiter war für viele eine wacklige Angelegenheit. Häufig ist es aber so, dass die Mitarbeiter, aus unterschiedlichen Gründen, zu Hause produktiver arbeiten als im Büro. Deshalb wollen wir uns in dieser mehrteiligen Reihe damit beschäftigen, wie man im Homeoffice effizient und entspannt arbeiten kann. In diesem Artikel klären wir, welches IT-Equipment für das Arbeiten zu Hause unabdingbar ist.

Auf die Frage, was die fünf Dinge sind, ohne die sie zu Hause nicht arbeiten könnten, gaben all unsere Kollegen in den ersten 3 Antworten „technischen Geräte“ an. Auf was man hierbei ganz genau achten sollte erfahren Sie hier:

Die Basics

Der erste Punkt, ohne den ein Arbeiten im eigenen Heim absolut nicht machbar ist, ist eine stabile Internetverbindung. Ohne die hilft auch die beste Hardware nichts. Außerdem sollten Sie mit den Systemadministratoren ihres Unternehmens abklären, welche Systemzugänge für Sie notwendig sind, damit Sie von zu Hause sicher auf die Daten des Arbeitsservers zugreifen können. Denn wer nicht auf Daten zugreifen kann, kann auch nicht an ihnen arbeiten.

Die Hardware für zu Hause

Generell empfiehlt sich ein Notebook oder einen PC für die Arbeit zu Hause. Das kann – je nach Hardware-Voraussetzungen und Datenschutz – das eigene Gerät zu Hause sein, oder ein Gerät vom Arbeitgeber. Letzteres wird von den meisten Firmen und Mitarbeitern bevorzugt, da man häufig nicht das eigene Gerät für die Arbeit verwenden möchte. In einigen Berufen ist es auch von der Ausstattung her schlicht unmöglich. Aus Sicht des Arbeitgebers ist der Datenschutz auf firmeneigenen (oder geleasten) Geräten leichter zu gewährleisten. Notebooks sind generell für das Homeoffice etwas praktischer, da man das Notebook von der Arbeit mit nach Hause nehmen kann und es auch mobil einsetzbar ist.

Welche technischen Vorraussetzungen sollte mein Notebook erfüllen?

Für die durchschnittliche Büroarbeit am Notebook, lohnt sich ein Notebook mit einem Intel Prozessor (mindestens 4. Generation), ob Intel i3 oder i5 ist in diesem Fall weniger von Belang. Der Arbeitsspeicher sollte mindestens 8 GB RAM sein, was bei den meisten Notebooks grundsätzlich der Fall ist. Bei der Festplatte empfehlen wir eine SSD, mit mindestens 180 GB. Eine SSD empfiehlt sich immer, egal ob Notebook oder PC. Sie ist um ein Vielfaches schneller, was die Arbeit wesentlich entspannter macht, da sich Programme schneller öffnen und der Datenzugriff schneller ist. Wichtig ist aber, dass man hier nicht am falschen Ende spart und die „billigste“ kauft, sondern sich da einfach gut beraten lässt. Neben der Schnelligkeit und der Lautstärke ist auch die Lebensdauer wesentlich besser, da sie mehr Schreibzyklen verkraftet als eine HDD. Für Berufe in denen mehr Leistung vom Gerät verlangt wird z. B. in grafischen Berufen, empfiehlt es sich eine Workstation oder ein Workstation Notebook für das Homeoffice anzuschaffen. Diese Geräte sind leistungsfähiger und besser ausgestattet um die großen Datenmengen und erhöhten Auslastung zu bewältigen. Von einigen wenigen Berufen mal abgesehen, werden die meisten Unternehmen mit einem Windows-Betriebssystem arbeiten, hier empfiehlt sich Windows 10 Professional. Wie am Anfang bereits erwähnt sollte Ihr Notebook eine Verbindung zum Arbeitsserver aufbauen können. Denken Sie außerdem daran, dass Sie die Software z. B. Office Programme, die Sie zum Arbeiten benötigen vorinstalliert haben.

Teamwork ist das A und O- was Sie sonst noch benötigen

Sie kennen das sicher, wenn sie länger am Notebook sitzen, wird die Haltung immer krummer und auch das Display Ihres Notebooks wird gefühlt immer kleiner… Daher sollten Sie, unbedingt überlegen sich einen Monitor zuzulegen. Aus eigener Erfahrung hat sich eine Displaygröße zwischen 23 und 24 Zoll mit Full-HD Auflösung zum Arbeiten als optimal erwiesen. Wenn Sie mehrere Monitore für die Heimarbeit benutzen möchten, ist eine Dockingstation für Sie eine Überlegung wert. Diese hat mehrere Vorteile. Sie haben mehrere Anschlüsse (USB aber auch Displayanschlüsse) und können somit mehr Geräte anschließen als an die meisten Notebooks. Außerdem ist es sehr bequem mit einer Dockingstation zu arbeiten, da sie ihr Notebook spontan von der Dockingstation lösen können ohne vorher alle Anschlüsse und das Netzteil ausstecken zu müssen. Es gibt auch sogenannte universale Dockingstations, die Sie über USB-C Anschluss an jedes beliebige, USB-C fähige Gerät anschließen können, was Sie in Ihrer Arbeit noch flexibler macht. Das ist aber natürlich eine Sache Ihrer persönlichen Präferenzen. In vielen Berufen ist es außerdem ratsam einen Drucker, einen Scanner oder ein Multifunktionsgerät, also eine Kombination aus beidem zu Hause zu haben. Wenn Sie viel ausdrucken oder scannen müssen, sollte das zu Ihrer Grundausstattung gehören. Für die meisten von uns reicht dabei ein einfacher Schwarz-Weiß-Drucker.

Klein aber oho – wichtiges Zubehör

Im Homeoffice ist die Erreichbarkeit noch wichtiger, als im Büro. Daher empfiehlt es sich, sich ein Headset für Telefonate zuzulegen. Auch hier sollte die passende Software auf Ihrem Gerät vorinstalliert sein. Wer sich kein Headset zulegen möchte, kann auch über sein Geschäftshandy Anrufe tätigen, sofern die passenden Apps darauf vorhanden sind. Eigentlich ein „No-Brainer“, wird aber auch manchmal auf der Arbeit vergessen: Denken Sie an das Netzteil für Ihr Notebook, ohne Netzteil sieht man nämlich sehr schnell sehr alt aus. Eine Maus kann Ihnen das Arbeiten sehr vereinfachen, wie viel das ausmacht, merkt man erst, wenn man eine ganze Zeit versucht, nur mit dem Touchpad am Notebook zu arbeiten: Es geht, aber mit einer Maus ist das Ganze doch um einiges komfortabler. Wer nur am Notebook arbeitet, wird nur mit der Tastatur des Notebooks arbeiten. Das funktioniert auch solange ganz gut, bis man einen oder mehrere weitere Monitore anschließt. Dann sieht die Sache schon ganz anders aus. Bevor Sie sich halb über den Schreibtisch legen um an die Tastatur Ihres Notebooks zu kommen, sollten Sie sich überlegen, ob eine externe Tastatur Ihnen die Arbeit nicht erheblich erleichtert.

Übrigens: Die Kosten für die Hardware im Home Office lässt sich auch von der Steuer absetzen - hier erfahren Sie wie: https://www.steuer-schutzbrief.de/index.php?id=928

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